Über den Tellerrand Nr. 11

Internetausdrucker und „Experten“! Sicherlich kann man von denen nicht viel erwarten, aber …. bez?glich einiger der Tellerrand-Themen enthalte ich mich einer Wertung, sonst komm ich noch in Teufelsk?che.

  1. Pornoseiten (legal, wohlbemerkt) sollen einer Sendezeitbegrenzung unterliegen, damit „Kinder und Jugendliche“ davor gesch?tzt sind. Zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr d?rfen sie auf „Sendung“ gehen, danach nat?rlich nicht. Ist ja im Fernsehen auch so.
    Kopf -> Tisch -> Knall
    Weil ja auch das gesamte pornographische Material nur in Deutschland liegt, was? Weil das Internet ja auch so etwas wie Fernsehen ist, oder? Lasst Hirn vom Himmel regnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Nochmal: Internetzugang gibts erst mit 18! Eltern haben Aufsichtspflicht – ob es denen schmeckt oder nicht. Wer es dennoch den Kindern wissentlich oder unwissentlich erlaubt, erlaubt es eben. Ansonsten gilt: Aufklärung der Kinder und Dabeisein!
     
  2. Der Amok-Lauf war schlimm. Über den Tathergang brauche ich an der Stelle nicht diskutieren. Die Betroffenen jeglicher Art haben mein Mitgef?hl. Die Politiker und „Experten“, die das wieder als Diskussionsgrundlage f?r Verschärfung bzw. Verbot von „Killerspielen“ nutzen, nicht! Die weltweite Statistik zeigt eine andere Sprache. Zudem soll mir mal Jemand erklären, wie ein Computerspiel (Mauseingabe) Lehren soll, wie man schießt. Mehr als interessant ist, dass der Junge ohne Sicherheitsvorkehrungen an die Waffen und an die Munition heran kam. Nat?rlich ist ?ber eine Verschärfung des Waffengesetzes nicht die Rede.
    Ebenso ist definitiv ausgeschlossen, dass das Massaker im Entferntesten etwas mit seiner psychiatrischen Behandlung wegen Depressionen zu tun hat. Könnte das mitunter die 8 getöteten Mädchen erklären? Als „Groll“? Aber es ist ja immer einfach medial mit Blödsinn vorzupreschen, wenn die Hintergr?nde (noch) nicht bekannt sind. Auch voreilige Schl?sse der Ermittlungsbehörden sollten langsam mal ausbleiben. Die machen sich mehr als lächerlich. Außerdem kann man ja nicht gegen die Waffenlobby sein. Wo kämen wir da hin – und die Verbesserung von Schulen, Lehrern und Bedingungen dort kostet Geld. Dann doch lieber Verbote!
     
  3. Da wurde mitunter der Vertrag und mögliche Realisierungen analysiert, um Sperrlisten von KiPo-Seiten rechtlich rechtfertigen zu können. Auf heikle Fragen wird ?berhaupt nicht eingegangen. Ebenso merkt man im Papier, wie verquirlt versucht wird Entscheidungen des BVerfG zu unterwandern. Mitunter tauchen Punkte auf, die am Besten verschwiegen blieben sollten. Zum Gl?ck gibt es noch Leute, die Eier haben und solche mehr als ärgerlichen, demokratie-unterwandernden Machenschaften veröffentlichen.

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4 Antworten

  1. Tommy sagt:

    Tja.. wie man an den Themen sehen kann ist nachdenken in der Politik leider nicht erwünscht..

    Allein schon die Idee der Zeitbeschränkung auf „entwicklungsbeeinträchtigende Angebote“ zeigt doch mal wieder, dass die Verantwortlichen nicht den leisesten Schimmer haben was eigentlich das Internet ist.. naja.. hauptsache man kann wieder irgendetwas kontrollieren. Wie schon geschrieben – die Eltern stehen in der Verantwortung dem Kind zu zeigen wo es sich im Internet bewegen darf und wo nicht. Da bedarf es keiner Bevormundung von Staatsseite.

    Zu den lauten Schreien bezüglich „Killerspiele“ brauch ich mich nicht auslassen – davon krieg ich nur Kopfschmerzen. Aber das Waffenschutzgesetz wird auch angegriffen – so wie es auch nach dem Amoklauf in Erfurt passiert ist – und es kommen wieder die besten Ideen zu Tage wie man das ganze verschärfen kann um nie wieder so einen Fall zu erleben. Jaja.. wers glaubt. Jeder, der sich im Besitz einer Waffenberechtigungskarte befindet hat einen Test abgelegt und in diesem wird auch die sichere Verwahrung von Waffen sehr ausführlich behandelt. Damit hat der Vater grob fahrlässig gehandelt – das hat mit einem lockeren Waffenschutzgesetz nicht zu tun.

    Hauptsache man hat wieder viel dünne Luft von sich gelassen. Alles natürlich zum Wohle des deutschen Volkes (oder wohl eher deren Lenker und Aufpasser)

  2. Tommy sagt:

    http://www.heise.de/ct/schlagseite/04/19/gross.jpg

    Diese 2 Bauarbeiter könnte man ohne Probleme mit einem Großteil der deutschen Politiker austauschen.

    • FireFox sagt:

      *lach* Danke für den Link. Genauso könnte man es sich vorstellen. Aber Vorsicht, bei einigen in der Politik sicherlich nicht – man darf diese nicht unterschätzen. Aber beim Großteil dort, wie auch in der Bevölkerung Full ACK!

  1. 13. März 2009

    […] Unverständnis von Teilen des BMI für das Internet und einen Gewissen Mangel an Kompetenz, weil heikle Fragen einfach ausgeblendet werden. Justizministerin Brigitte Zypries ist da belesener, was den rechtlichen Hintergrund angeht […]

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