„IT-Sicherheitskits“ gratis …

und das Ganze mindestens 1 Millionen Mal – wenn es nach der Bundesregierung geht. Damit soll angeblich die Akzeptanz und die Verbreitung von Anwendungen f?r den ePerso geschaffen werden. Wenn ihr mich fragt, ist es ein mehr als einfacher Weg, den Bundestrojaner unter das Volk zu bringen.

Mal im ernst – mit Sicherheit sind nur Windows-Nutzer „bevorteilt“, oder? Oder glaubt Jemand, dass die Regierung auf den beiliegenden CDs Antivirenprogramme und andere Anwendungen, wie Treiber usw f?r das Lesegerät, f?r Linux, Mac OS  X & Co. ausliefern?

Programme f?r den ePerso … das klingt als ob man auf dem Ding Tetris spielen könnte … interessant ist dieser Schachzug aber schon, denn wenn man bedenkt, dass man alles dazu bekommt, wenn man als erster beim ePerso laut „Hier ich!!“ schreit. Das klingt ganz stark nach IT-Kit-Abwrackprämie! Konjunkturprogramme f?r Kartenlesegeräte scheinen also im Anmarsch zu sein. Und ehe wir uns versehen, wird der ePerso, mit der dazu gehörenden Schaffung einer zentralen Authentifizierungsinfrastruktur, Pflicht sein, um ?berhaupt ins Internet zu kommen, De-Mail wird Zwang bei der  Kontaktaufnahme mit Behörden werden, Netzsperren helfen den Providern den Datenverkehr zu analysieren, flächendeckende Verteilung von Lesegeräten und Software und die Ausweispflicht in Internet-Cafes, um nur einige Dinge zu nennen, die bereits im Anmarsch bzw. bereits da sind.

Klingt ?bel oder? Naja, das freie Internet als Kommunikationsplattform f?r den gemeinen, freien B?rger wird in dieser Form in ein paar Jahren definitiv nicht mehr existieren. Steht ja einigen Leuten irgendwie im Weg und so wie es jetzt ist, lässt es sich schlecht kontrollieren – das Internet und der B?rger, versteht sich …

Und da fragt man sich zu Recht, ob einige der Leute da oben noch zurechnungsfähig zu sein scheinen. Es gibt ja eh nur zwei Möglichkeiten – Absicht oder Unwissenheit. Beides ist mehr als schlimm und mit der Unterstellung von Absicht halte ich mich noch zur?ck … Milliarden Euro werden sinnlos aus dem Fenster geworfen und wirklich keiner dort oben denkt nur ansatzweise dar?ber nach, ob das Geld auch sinnvoll eingesetzt bzw. dessen eigentliche Nutzung auch kontrolliert wird. Spätestens im Herbst, nach der Wahl, werden wir mit massiven Steuererhöhungen bombardiert – irgendwie muss ja das Geprasse wieder zu Bruchteilen reingeholt werden.

Nachdem die Abwrackprämie dann ausgelaufen ist, wird die Automobilindustrie eine Talfahrt vom Feinsten hinlegen. Die Leute sind mit Autos f?r die nächsten Jahre eingedeckt – hat daran schon Jemand mal dr?ber nachgedacht? Das Geld wird einfach sinnlos verprasst und es schaut keiner darauf – es kontrolliert ja auch keiner. Wichtig ist nur, dass es bis vor der Wahl alle sein muss, weil derjenige, der die Wahl gewinnt muss letztendlich die Scherben ja zusammenkehren – oder aber er schafft es vorher, das Volk zu blenden.

Was wird also passieren? Ich denke mal, die Lösung ist einfach …

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7 Antworten

  1. Kritiker23 sagt:

    Die Lösung ist einfach…? „…“ klingt zwar immer philosophisch, aber leider komm ich nicht darauf was speziell damit gemeint ist…

    Die Sitiutation „Konjunkturelle Talfahrt + Sparkurs“ hatten wir doch in unserer schon einmal. Das ist damals nicht so gut gelaufen. Was ist also die Alternative zur Erhöhung der Staatsausgaben in Bau- und auch weniger lustigen IT-Projekten um dagegen zu wirken?

  2. FireFox sagt:

    @Kritiker23: Die Lösung meiner Meinung nach liegt in der Blendung – das bezog sich, wenn vielleicht missverständlich, auf die beiden Optionen davor, wo augenscheinlich zu sein scheint, dass die Blendung bisher gut funktioniert.
    Wie du schon sagtest, hatten „wir“ damals das schon in Richtung Straßenbau. Die Lösung für die final eintretende Krise habe ich persönlich auch nicht – woher auch – und es wird so kommen bzw. war absehbar, dass in IT-Projekte und Gesetze Engagement reingesetzt werden/wurden, damit nicht zu viel Kontrolle über das Volk verloren geht – besser noch ist, dass Kontrolle dazu gewonnen wird …
    Aber genau so, wie wir keinen Plan von den Dingen haben, wie wir den Karren aus den Dreck ziehen können, den wir definitiv (die Meisten) nicht dort reingeschoben haben, haben auch die oben keinen Plan, wie man aus der Krise kommt. Ergo bleibt es in meinen Augen bei Maßnahmen zur Ruhigstellung und des Selbstschutzes, oder liege ich da so falsch, wenn ich mir die ganzen Gesetzesvorhaben und Aktionen der Regierung ansehe?

  3. Oliver sagt:

    Grundsätzlich finde ich den neuen Ausweis und die Möglichkeiten nicht schlecht. Neben Deinen genannten Nachteilen und Befürchtungen, gibt es jedoch auch positive Einsatzmöglichkeiten!
    Allein wegen der Reduzierung meiner unendlich vielen Zugangsdaten freue ich mich auf die neue Karte. Außerdem hat erst vor ein paar Wochen jemand mit den Daten aus meinem Impressum betrügerische Online-Aktionen durchgeführt. Für mich ein weiterer Grund, die grundsätzliche Autentifizierung mittels Karte einzuführen.
    Kritisch sehe ich eher die Zukunft kleinerer Firmengründer, die sich sicher nicht gleich das ganze technische „drumherum“ leisten können und somit die großen Firmen noch mehr im Vorteil sind. Gerade die ängsltlichen Kunden, die es massenhaft gibt, werden sicherlich die Shopsysteme mit eCard bevorzugen.
    Wenn man möchte, könnte man auch Gegendarstellung zu Deiner Ansicht so „schwarz“ malen wie Du es tust.
    Es gibt eben immer zwei Seiten. Die Zunahme der Kontrolle ist sicher keine schöne Entwicklung, aber der Betrug im Internet leider auch nicht. Und beides nimmt in den letzten Jahren rasant zu.

    *Oliver*

  4. FireFox sagt:

    Hallo Oliver,

    danke für deinen Kommentar. Ich kann gut verstehen, dass mit der Einführung der QES (qualifizierten elektronischen Signatur) für dich Vorteile entstehen.
    Ich will es mal neu beleuchten, da ja mehr als 1 Jahr zwischen heute und dem Artikel liegt.
    Es hat sich gezeigt, dass eine erhöhte Sicherheit im Haus (wenn man den ePerso nutzen möchte) selbst mit erhöhten Kosten der Anschaffung verbunden ist. Preiswerte Geräte, wo über die Tastatur die PIN eingegeben werden, sind anfällig auf Schadsoftware und auslesen des PINs inkl. möglicher „Fernabfrage“, wenn der ePerso daneben liegt. Das ist für die Betroffenen schwer zu erkennen und meist fataler als ein einfacher Adressdaten-Klau.
    Sprich, nach meinem Kenntnisstand, sind zig Euro (50-100) für die Lesegeräte auszugeben und ggf. alle 3 Jahre die Signatur zu aktualisieren gegen Gebühr.
    Ist es das wert, wenn damit dann einfach persönlich identifiziert gekauft und protokolliert werden kann? Wie weit ist dann der Schritt, dass ich vor erlaubter Nutzung des Internets den ePerso durchziehen muss, um surfen zu dürfen?
    Bei aller Liebe zur Einfachheit, die ich sehr nachvollziehen kann (Zugangsdaten über Zugangsdaten) – aber mit Einführung dieses technischen Konstruktes dauert es nicht lang, bis andere „Schutzmöglichkeiten“ verbindlich eingeführt werden – Nutznießer ist lediglich der Staat und die Industrie, denn missbrauchbar ist es immer noch – selbst durch Unachtsamkeit.

    Wieviel Missbrauch findet mit zusammen liegenden PINs und EC-Karten statt? Wird bei dem ePerso mit 6-stelliger PIN ebenso geschehen. Man muss die Leute im Lande Medienkompetenz vermitteln, sie darauf aufmerksam machen, dass das Internet immer „böse“ Bereiche hat und man, egal wo man sich bewegt, aufpassen muss, was man tut. Aufklären, dass man nicht blindlings Maillinks anklickt, seinen Rechner schützt usw .. und ja, davon gibt es eine Menge, denen das herzlich egal ist, was auf ihrer Kiste im Hintergrund läuft oder ob sie möglicherweise Spam-Schleudern werden können 🙂 weil sie es nicht besser wissen.

    Wir können darüber gern diskutieren – sicherlich male ich gern schwarz, da es ansonsten bei vielen kaum die Problematik verständlich wird. Die letzten Jahre haben meiner Meinung nach gezeigt, dass teilweise das Schwarzmalen sogar zu wenig schwarz war ..

  1. 30. Oktober 2010

    […] Lesegeräte lassen eine Manipulation und Fremdnutzung des ePA erst recht gewähren. Bereits im April 2009 habe ich, wenn auch in meiner überspitzten Art und Weise, darauf hingewiesen. Es bedarf nur einen […]

  2. 2. November 2010

    […] gab es zudem viel – besonders im Zusammenhang mit dem durch die Bundesregierung erworbenen Sicherheitskits, die gratis unters Volk geworfen werden sollten. Speziell diese haben ein eklatantes Sicherheitsproblem, da die 6-stellige PIN via […]

  3. 19. Januar 2011

    […] gab es viele. Die ausgerollten Kartenlesegeräte ohne eigene Tastatur (1 Millionen Stück) und das bis heute daran Festhalten und nicht Ablehnen dieser unsicheren Geräte, störanfällige […]

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