INDECT: Die Geister, die ich rief

Ein interessanter Artikel nebst Interview ist auf politik-digital.de erschienen.

Das wesentliche Ziel des Projekts sei ganz profan: nämlich EU-Fördergelder f?r die beteiligten akademischen Institutionen abzuschöpfen. Nachfolgend solle die Sicherheits- und R?stungsindustrie dann um ein vielfaches höhere Aufträge erhalten. Dahinter ständen handfeste wirtschaftliche Interessen, nicht etwa eine Verschwörung zur totalen Überwachung. Die Gefahr eines Überwachungsstaates w?rde dabei aber billigend in Kauf genommen, so Moechel. Dennoch ziele das Projekt aus der Perspektive staatlicher Sicherheitsbehörden vor allem darauf, in bestimmten Bereichen Fortschritte zu erzielen.

Ich sage nur: Stoppt INDECT.

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2 Antworten

  1. Steffen sagt:

    Ganz so einfach ist es eben doch nicht. Mit Schwarz-Weiss Malerei wird einem da auch nicht weiter geholfen.
    Ein einfaches Beispiel – Erkennung von Verhaltensmustern: INDECT nutzt es z.B. zum Erkennen des sogenannten Herumlungerns. Aber ebenso gut kann es auf Intensivstationen zum Erkennen bedrohlicher Zustände genutzt werden, ergänzend zum Monitoring.

  2. FireFox sagt:

    Worin unterscheidet man zwischen Herumlungern und auf Jemanden warten, der nicht erscheint? Soll Technik Verhalten interpretieren, wozu ein Großteil der Menschen kaum in der Lage ist?
    Wie erkennt man in der Medizin bedrohliche Zustände? Durch angeschlossene Sensoren, um Spasmen, Blutdruck, Herzschlag/Puls usw. Ich glaube kaum, dass eine Videoüberwachung ala Verhaltenserkennung funktioniert, wenn der Patient zB. einen unruhigen Schlaf bzw. wilden Traum hat und sich a-typisch bewegt.

    Schwarz-Weiß-Malerei ist recht hilfreich, um die Risiken und das mögliche Ausmaß darzulegen. Was in unseren Köpfen an Ideen geistert, geistert mit Sicherheit auch bei den Involvierten mit Wirtschafts- und Machtinteressen.
    Interessant wird es doch erst recht, wenn das Ganze (Videoüberwachung, biometrische Erkennung, Datenbanksuche mit externen Quellen verknüpft wird (Social Networks, Zeitungsberichte, Videos von Veranstaltungen oder privaten Feiern (die irgend ein Honk ohne Erlaubnis der Betroffenen ins Web gestellt hat).
    Der Kulturwissenschaftler Kammerer im Video bringt dort einige interessante Aspekte auf.
    Und im Zuge dessen ist der Weg nicht weit die „Mindestdatenspeicherung“ nebst anderen Datenerhebungen mit einzubeziehen – sprich sämtliche verfügbare Quellen …
    Für mich schon schaurig genug …

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